Modulare Grundausbildung

in der Gemeinde Hude

 Am Mittwoch den 19.02.2025 fand zum allerersten Mal eins von vielen Ausbildungsmodulen des Landkreises Oldenburg bezüglich der neuen modularen Grundausbildung für angehende Feuerwehrfrauen und Männer im Huder Feuerwehrhaus statt.

Thema dieses Modules waren zum einen „Belüften von Gebäuden im Brandeinsatz“ und „Retten aus Gefahrenbereichen“.

Der Abend gliederte sich aus Theorie und abwechslungsreicher Praxis.

 Jens Reckemeyer und Torsten Suhr besprachen mit den 20 Ausbildungsteilnehmer/innen unter anderem Theoriefragen zum ersten Thema „Belüftung“ wie zum Beispiel:

Wann setzt die Feuerwehr eine Belüftung ein?

Welche Belüftung setzt die Feuerwehr wie und warum ein?

Welche Antriebsarten von Belüftern gibt es und welche Vor- und Nachteile bieten diese? Darunter zählen zum Beispiel Belüfter mit Verbrennungsmotor, Elektromotor oder mir einer Wasserturbine.

Auch die Einsatz-und Prüfgrundsätze wurden durchgesprochen. Darunter zählt z.B. die Sichtprüfung auf Beschädigungen oder eine Kabelsichtung beim Belüftern mit Elektromotoren.

Die theoretische Vorgehensweise wurde mit einer Videodemonstration den Teilnehmern näher gebracht.

Auch wurde das kleine "Brandhaus" zur Veranschaulichung mit Qualm versehen um "den Weg" des Rauches nachvollziehen zu können.

Das weiten Thema „Retten aus dem Gefahrenbereich“ ist ein besonders wichtiges Thema in der Feuerwehr, da hier auch der persönliche „Eigenschutz“ reinfällt.

Eine Frage „Was macht die Feuerwehr“ wird mit der Antwort „Gefahrenabwehr“ beantwortet. Denn es bestehen immer Gefahren an jeder Einsatzstelle! Zum einen für Personen und aber auch für die Feuerwehrmitglieder selber.

Wie beuge ich diese Gefahren vor?

Was benötigt ein Feuerwehrmann an persönlicher Schutzausrüstung oder Hilfsmittel um dieser Gefahr vorzubeugen ?

Darunter zählen nicht nur Helm oder Handschuhe sondern auch Stiefel und alle anderen Hilfsmittel auf dem Feuerwehrauto.

Gelernt wurde alles was zu einer persönlichen Schutzausrüstung gehört und was diese vorbeugen.

Eingegangen wurde als nächstes auf die unterschiedlichen Rettungsarten und deren Vor- und Nachteile. Die Patientenrettung wird bei der Feuerwehr in einer Sofortrettung oder in einer schnellen Rettung unterschieden.

Wie, wann und warum werden die unterschiedlichen Rettungen angewendet?

Auch wurde kurz die Rettung aus der Tiefe angeschnitten: wie und mit welchen Hilfsmittel kann die Feuerwehr Personen aber auch Tiere aus der Tiefe befreien?

Auch wurde am Ende des zweiten Themas wieder auf den Einsatzgrundsatz „Sichtprüfung auf Schäden“ eingegangen. Dies ist ganz wichtig um beim nächsten Einsatz ein voll einsatzbereites und nicht defektes Hilfsmittel einsetzten zu können; um Gefahren vorbeugen zu können.

In der zweiten Hälfte des Abends ging es in die Praxis über.

In zwei Gruppen aufgeteilt wurde einmal für eine Gruppe der Belüfter vor Ort in einem Raum demonstriert.

In der Fahrzeughalle konnte die zweite Gruppe mit Hilfsmitteln arbeiten und spezielle Rettungsgriffe mit Unterstützung erfahrenen Feuerwehrmitgliedern üben nachdem diese ordnungsgemäß gezeigt wurden.

 

Text: Sa.Köhrmann (GPW)

Bilder: N.Suhr (OPW Hude)